Mensch Planet

Hier veröffentlicht Christian Beese Erkenntnisse kurzgefasst in seiner Rubrik "Mensch Planet". Er versucht, die Basis des Seins zu ergründen und darzustellen. So stellt er in Frage, was ist. Alles anzuzweifeln und doch so zu akzeptieren.

Wo bist du jetzt?

Wir sind immer zwischen gut und böse, arm und reich, perfekt und miserabel.

Sein und Haben

Gesehen

Historisch gesehen...

Der Einfluss der Wesen, die die Erde bewohnen, war nie so groß, wie heute. Soziale Systeme, wie Familien oder Dörfer, konnten bis zur Industrialisierung keinen bleibenden Schaden an unserem Planeten verursachen.

Wir sehen mit unseren Augen noch immer unsere Familie und unser Dorf. Nur wenige sehen hin, wenn es um unsere globalen Probleme geht.

Ethisch gesehen...

Wer sein eigenes Schwein schlachtet und sein selbst angebautes Gemüse erntet, der nimmt Verantwortung für sein Handeln auf sich.

Einkaufen im Supermarkt, so billig wie möglich, kann kein moralisch wertiges Handeln sein.

Gesehen...

An jedem Tag treffen wir neu die Entscheidung, ob wir global denken und lokal handeln wollen.

  1. Ich bin da, mit meinem System "Körper", meiner "Seele". Das ist das Wichtigste in meinem Universum.
    Körper und Seele gehören mir für dieses Leben, meine Art zu erhalten, zu leben, zu lieben, zu lachen.
  2. Mein System "Planet" ist da. Das ist das Zweitwichigste in meinem Universum.
    Ich gebe meinen Stickstoff der Natur und ich bekomme den Sauerstoff. Wenn ich meinen Planeten liebe und ihn pflege, dient er mir und ich kann meine Art erhalten, leben, lieben, lachen.
  3. Die Systeme Geld, Religion, Politik und so weiter haben ihre Berechtigung, sind aber den Punkten 1 und 2 untergeordnet.
    Ich kann sie für mich nutzen oder sie benutzen mich.

Niemand kann dich begrenzen, dir die Sicht nehmen oder für dich entscheiden. Du allein trägst die Verantwortung für deine Einstellungen und deine Taten.

Glaube

Glaube nicht alles, was im Internet steht.
Glaube nicht alles, was in der Zeitung steht, dir gesagt wird oder dir die Nachrichten vermitteln wollen.
Dann liegt es nicht am Internet, der Zeitung oder den Gesprächspartnern, es liegt am Glauben.

Wenn du etwas hörst oder siehst, dann ist es das, was du denkst.
Jetzt entscheidest du selbst, was du glaubst.

Ablenkung

Selbstablenkung

Wir sehen nur das, was wir sehen wollen.
(Die Sonne geht am Horizont unter. Sie verschwindet vor unseren Augen.)

Fremdablenkung

Wir sehen nur das, was wir sehen sollen.
(Der rote Apfel im Supermarkt ist makellos. Die Oberfläche ist glatt und gleichmäßig gefärbt.)

Wirklichkeit

Etwas "wirklich" wahrzunehmen ist nur das, was auf uns wirkt. Es ist immer nur ein von uns oder von anderen gelenktes Bild. Es ist das, was wir gelernt haben, was wir nicht loslassen wollen, es ist eingebrannt, wie ein Reflex bei einer heißen Herdplatte. Es ist das, was wir wissen, uns schwer eingestehen, dass es nicht real ist. Das Wissen steht uns im Weg die Augen zu öffnen.
(Wir sind begeistert und nennen es Sonnenuntergang. Wir wollen den Apfel kaufen.)

Realität

Zurücktreten und von außen betrachten. Sich umdrehen und gegen den Strom schwimmen. Fragen stellen, alles in Frage stellen. Begreifen, dass wir selbst der Regisseur sind für unseren eigenen Film. Begreifen, dass unser Handeln und das Handeln unseresgleichen zu genau dem geführt hat, was jetzt ist. Begreifen, dass alles um uns herum sich ändern kann, wenn wir selbst dazu bereit sind.
(Wir befinden uns auf einem Planeten, der sich dreht, was unsere Sonne nicht untergehen lassen kann. Der Apfel ist mit einem Wirkstoff aus der chemischen Klasse der Anthranildiamide behandelt und wirkt auf uns mit all seinen Bestandteilen. Der Apfel ist nur gut für mich, wenn ein Wurm sich für ihn interessiert.)

Tier

Tiere sind manchmal so süß! Manche leben sogar mit uns im Haus und sind unsere besten Freunde.

Wenn sie irgendwann sterben, dann mag man sie meist nicht anfassen. Sie sind tot und fremd. Wie Menschen, wenn sie tot sind. Tote Tiere essen ist aber für viele ein Genuss.

Dagegen

Gegen etwas zu sein ist eine Energie.
Gegen Krieg zu sein ist eine negative Energie. Sich zu wehren, gegen etwas zu sein, braucht Waffen.

Für Frieden, für Gerechtigkeit, für Verständnis, Offenheit, Rücksicht, Freundlichkeit... 
Für den Frieden zu sein bedeutet, man findet einen friedlichen Weg. Man findet immer Gleichgesinnte.

Werterhalt

Hose: 50€

Wir finden Kleidung chick und geben gern Geld dafür aus. Wir waschen sie regelmäßig, sie soll uns kleiden. Ein kleiner Fleck macht uns den Abschied leicht. Es gibt ja ganze Hallen von neuer Kleidung zu kaufen. Shoppen ist sowieso toll, fast schöner als haben.

Stichwort: So lange gut behandeln, wie es geht. Dann entsorgen.

Auto: 20.000€

Regelmäßig waschen und wachsen, jährlich zum Service. Wir wissen genau, welches hochwerige Motorenöl der Motor braucht. Frostschutz im Waschwasser und neue Reifen, am besten Testsieger, sind wichtig und wir haben alles im Blick oder verlassen uns auf eine gute Werkstatt. Das Auto soll ja so lange wie möglich halten, am besten über 10 Jahre. Dann kommt ein neues Model in die Garage und man ist stolz und erzählt sehr gern von der neuen Errungenschaft.

Stichwort: So lange gut behandeln, wie es geht. Dann entsorgen.

Menschlicher Körper: 0€

Wir kaufen Seife im Sonderangebot. Shampoo soll gut duften. Inhaltsstoffe kennen wir nicht.
Fleisch kommt auf den Teller, toll, das gab es zum halben Preis, ist gesellschaftlich etabliert und die anderen essen es ja auch! Die Massentierhaltung steht nicht auf der Verpackung, daher denken wir nicht darüber nach.
Olivenöl muss man nicht unbedingt kaufen, das ist viel teurer als Rapsöl.
Zigaretten rauchen ist eben meine Schwäche. 
Zum Arzt gehen wir nur, wenn wir richtig krank sind und krank sind wir ja auch nur, weil wir schon so alt sind (das ist auch noch unterhaltend). Wir kommen schnell ins Gespräch mit anderen Menschen über Krankheiten. Andere sind auch krank. Wir konsumieren Medikamente, haben Schmerzen und bekommen alles von der Krankenkasse bezahlt (kostet 0€).

Stichwort: So lange schlecht behandeln, wie es geht. Dann krank sein.

Rein und raus

Essen und Trinken

Nahrung ist nicht nur Verdauung und Ausscheidung. Wir werden selbst zu dem, was wir zu uns nehmen. Unsere Verdauung spaltet auf und nimmt auf. Nahrung wird zum "ich". Wir sehen aus, wie das, was wir essen. 

Cremen und Atmen

Unsere Haut und unsere Lunge tauschen aus. Sie geben ab und nehmen auf. Cremes, Seifen und Luft werden zum "ich". Unsere Haut zeigt uns eine Reaktion auf das, was in uns ist.

Sehen und Hören

Gute Gespräche und Streit, Witze und Nachrichten verändern uns. Unser Weltbild wird dadurch gestaltet. Informationen werden zum "ich". Wir reden und handeln nach dem, was wir an Informationen konsumiert haben. Unsere Mimik und Haltung geben unser inneres Preis.

Das Ergebnis

Das alles hat entscheidenden Einfluss auf Gesundheit, Laune, Aussehen, unser Leben. 
(Und auf das Leben unserer ungeborenen und geborenen Kinder.)

Wahl

Welches Produkt kaufe ich?

Lebensmittel sind günstig, weil die Industrie sie so günstig, unter Einsatz von Giften, produzieren kann. 
Wenn der Verbraucher sich orientiert und bewusster wählt, werden mehr bessere Lebensmittel produziert.

Kleidung wird in Entwicklungsländern zum Teil menschenunwürdig produziert.
Wenn der Verbraucher sich orientiert und bewusster wählt, wird unsere Wirschaft produzieren, was wir haben wollen.

Strom wird günstig mit Schäden für die Umwelt produziert.
Wenn der Verbraucher sich orientiert und bewusster wählt, werden regegerative Energien gefödert.

Für welchen Arbeitgeber arbeite ich?

Wird durch die Firma die Natur geschädigt? Werden Waffen produziert? 
Wir haben nicht immer die Wahl aber manchmal schon.

Wie komme ich von A nach B?

Welche Partei vertritt meine Vorstellungen am besten?

Wir, die Verbraucher haben wie Wahl. Als Arbeitnehmer, als Arbeitgeber, als Mensch, jeden Tag neu.
Wir, die Verbraucher, die Menschen tragen Verantwortung. Wir alle.

Phasen

Phase 1 (nicht mein Problem)

Mich interessiert mein Job, meine Wohnung, mein Auto. Umweltverschmutzung ist schon so schlimm, dass ich wohl kaum etwas daran ändern kann. Für Tierquälerei bin ich nicht verantwortlich, weil ich keine Tiere quäle, ich kann ja noch nicht mal eine Spinne töten.

Phase 2 (am Problem interessiert)

Unsere Politik sollte besser auf die Luftverschmutzung achten. Mein Nachbar trennt seinen Müll nicht richtig.

Phase 3 (das Problem lösen)

Ich spende für eine Organisation, die sich für eine saubere Umwelt einsetzt. Ich esse kein Fleisch mehr, von dem ich vermuten muss, dass es aus der Massentierhaltung kommt. Ich fahre mit dem Fahrrad zum Einkaufen. Obst und Gemüse werden auf Höfen in meiner Nähe produziert, das interssiert mich. Mein Strom wird regenerativ erzeugt. Ich stelle Fragen, die unseren Planeten betreffen.

REFLEKTIONEN

Reflektionen

Um sein Gleichgewicht muss man sich selbst kümmern.


Gelobt werden kann man nur von anderen, in den Schmutz ziehen kann man sich nur selbst.


Sorte Mensch A: Ich hinterlasse einen Raum, meinen Arbeitsplatz, diesen Planeten, eine gemeinschaftlich genutzte Toilette so (oder ein ganz kleines bisschen sauberer), wie ich es vorgefunden habe.
Sorte Mensch B gibt es auch: Ich bin zu beschäftigt, zu wichtig, zu unfähig für eine Gemeinschaft.


Sich zu verbünden ist gut, wenn alle in diesem Bündnis willkommen sind, die das Regelwerk anerkennen.


Es stellt sich nicht die Frage, ob etwas existiert oder nicht existiert. Die Frage ist, ob du es wahrnimmst.


Besitz, besetzen, durchsetzen, sitzen -> Bewegung, Sicht und Geist werden eingeschränkt.
Ein Auto besitzen, in einem Auto sitzen, das Auto kontrollieren. Ich kontrolliere Geschwindigkeit, bekomme Informationen über die Motortemperatur. Interessant ist das Stück Straße vor mir, nicht, was hinten aus dem Auspuff kommt. Behinderungen vor mir, dafür habe ich eine Hupe, um meine Rechte durchzusetzen. Ich brauche kein Verständnis für andere zu haben, für die Natur zu haben, denn ich sitze ja in meinem Auto, geschützt und sicher.


Werbung sagt dir, was wichtig ist. Nämlich ein Auto, Smartphone, Reisen, Lotto. Dafür brauchst du Geld.
Krankheit sagt dir, was du falsch gemacht hast. Herz und Kreislauf, Allergie, Übergewicht, Krebs. Das Geld geht in den Kreislauf.
Was sagt dir deine innere Stimme? Ruhe, Freiheit, Liebe, Spaziergang. Das ist kostenlos.

Du bist das Ergebnis deines Verhaltens.

  • Verhalten ändern beginnt beim Erkennen
  • Erkennen beginnt bei Aufrichtigkeit
  • Aufrichtigkeit beginnt bei Offenheit
  • Offenheit beginnt beim Wahrnehmen wollen.
    Die innere Stimme hören wollen.

Sich für etwas zu interessieren, ein Buch darüber zu lesen, macht dich zum Fan.
Ein Buch darüber zu schreiben macht dich zum Spieler.


Gehe tiefer und frage. -> ZUM ENDE DENKEN

Was liegt dahinter?

Die Nachricht ist nur die Nachricht. Der Hintergrund ist erst das Interessante.

  • Warum ist das so billig?
  • Warum hat er das getan?

Haben wir ein gutes Gesundheitssystem? Wenn ja, warum sind wir krank?

Tausende Menschen flüchten und sterben auf der Fluch? Warum geht es uns in Europa so gut?

Warum verhungern Kinder?

Welche Verantwortung trage ich? Kann ich absolut sicher sein, dass mein Verhalten nicht zum Leid anderer beiträgt?


Wissen ist nichts, lernen ist alles.

Fragen ist die Antwort.


Etwas NICHT zu wollen ist sinnfrei, leeres Gerede.

Zu wissen und zu sagen, was man will ist wertvoll.

Der nächste Schritt ist das erreichbare Ziel.


Wir können uns nur selbst im Weg stehen, niemand sonst kann das.


Gesagt ist schon alles, nur noch nicht gehört.

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